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Menschenrechtliche Sorgfalt Infoportal

Human Rights Capacity Diagnostic

twentyfifty

Willkommen zum Human Rights Capacity Diagnostic (HRCD)! Das HRCD ist ein Instrument zur Selbsteinschätzung, mit dem Sie die Managementkapazitäten Ihres Unternehmens zur Achtung der Menschenrechte und Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalt ermitteln und verbessern können. Wenn Sie das HRCD bereits kennen und gleich beginnen wollen, klicken Sie einfach auf die Schaltfläche unten. Wenn Sie das HRCD erstmals nutzen, sollten Sie die folgende Einführung lesen.

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Was ist das HRCD und weshalb sollte ich dieses Instrument nutzen?

Das Human Rights Capacity Diagnostic (HRCD) soll Ihnen dabei helfen, die Managementkapazitäten Ihres Unternehmens zur Ermittlung und zum Umgang mit menschenrechtlichen Risiken und Auswirkungen einzuschätzen und zu verbessern.

Nutzen Sie das HRCD, um:
    • in Ihrem Unternehmen einen Austausch über menschenrechtliche Sorgfalt anzustoßen,
    • festzustellen, wie gut Ihr Unternehmen aufgestellt ist, seiner Verantwortung für die Achtung der Menschenrechte gerecht zu werden und menschenrechtliche Sorgfaltsprozesse umzusetzen – im Einklang mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGP), dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung und anderen Rahmenwerken,
    • zu erfahren, wie Sie Ihren Ansatz menschenrechtlicher Sorgfalt stetig verbessern können – etwa durch die Entwicklung und Verbesserung von Richtlinien und Managementprozessen, den Austausch mit Stakeholdern und Rechteinhabern, die Sensibilisierung und Schulung Ihrer Belegschaft oder eine verbesserte Kommunikation,
    • Schwerpunkte, Ziele und Leistungsvorgaben für den Umgang mit menschenrechtlichen Risiken und Auswirkungen festzulegen, die neben anderen Risikofaktoren der Branche, Größe und geografischen Präsenz des Unternehmens angemessen sind,
    • zu vergleichen, wie verschiedene Unternehmensbereiche bzw. Tochtergesellschaften bei der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalt abschneiden,
    • zu ermitteln, welche Fortschritte und Verbesserungen Ihr Unternehmen im Laufe der Zeit erzielt.

    Das HRCD (ehemals Organisational Capacity Assessment Instrument – OCAI) wurde von der Managementberatung twentyfifty ltd. entwickelt. twentyfifty verfügt über mehr als zwölf Jahre Erfahrung in der Beratung multinationaler Unternehmen bei der Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltsprozesse. Das HRCD baut außerdem auf der Arbeit mit der Unternehmenslerngruppe Menschenrechte des Deutschen Global Compact Netzwerks auf. Die Entwicklung des HRCD wurde durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

    Wie funktioniert das HRCD?

    Das HRCD besteht aus 23 Fragen zu den zentralen Elementen der unternehmerischen Verantwortung zur Achtung der Menschenrechte nach den UN-Leitprinzipien. Diese Verantwortung ist inzwischen ein weltweit akzeptierter Verhaltensstandard für jedes Unternehmen unabhängig von seiner Größe oder den Ländern, in denen es tätig ist. Die Achtung der Menschenrechte muss durch geeignete Richtlinien, menschenrechtliche Sorgfaltsprozesse und Beschwerdemechanismen im Unternehmen verankert werden. Das HRCD gibt Aufschluss darüber, wie weit diese Integration fortgeschritten ist und welche Maßnahmen sinnvoll sind, um sie weiter voranzutreiben.

    Die Fragen decken fünf Themenbereiche unternehmerischer Sorgfalt ab: Grundsatzerklärung, Ermittlung und Angehen menschenrechtlicher Risiken und Auswirkungen, Integration und Verankerung im Unternehmen, Performance-Messung und Kommunikation sowie Beschwerdemechanismen und Abhilfe.

    Beim Ausfüllen des HRCD-Fragebogens sollen Sie einschätzen, wo Ihr Unternehmen in Sachen Menschenrechte zurzeit steht. Diese Beurteilung erfolgt entlang eines Spektrums, das von „Inaktiv“ bis hin zu „Führungsrolle einnehmen“ reicht.

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    Inaktiv

    Kein formelles Bekenntnis zu den Menschenrechten und keine Maßnahmen zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalt. Wenn Probleme öffentlich bekannt werden, reagiert das Unternehmen mit Ad-hoc-Maßnahmen. ...

    Reaktiv

    Es gibt eine formelle Grundsatzerklärung zu den Menschenrechten. In erster Linie wird versucht, Image- und Reputationsrisiken zu vermeiden. ...

    Effizientes Management

    Formelle Grundsatzerklärung zur Einhaltung von nationalen und internationalen Normen und (Rechts-)Vorschriften. Grundlegende interne Governance-Struktur und definierte Zuständigkeiten. Bewusstsein für die wesentlichen Menschenrechtsthemen und wie sie durch bestehende Managementprozesse angegangen werden. ...

    Proaktives Experimentieren

    Die Geschäftsführung ist an proaktiven Maßnahmen zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalt interessiert und unterstützt diese. Im Unternehmen gibt es innovative Initiativen oder Projekte, um negative menschenrechtliche Auswirkungen oder Dilemmata frühzeitig zu erkennen und anzugehen. ...

    Strategische Integration

    Die Achtung der Menschenrechte ist fester Bestandteil der Unternehmenswerte sowie der strategischen Entscheidungsprozesse und wird von der Geschäftsführung aktiv vorangetrieben. Kontinuierliche Sorgfaltsprozesse sind fester Bestandteil der Managementpraxis, auch auf lokaler Ebene. ...

    Führungsrolle einnehmen

    Innerhalb und außerhalb des Unternehmens wird eine Kultur gefördert, in der die Achtung der Menschenrechte gewährleistet ist – auch jenseits von direkten Geschäftsbeziehungen. ...

    Die verschiedenen Stufen werden bei jeder Frage kurz erläutert, um Ihnen die Einschätzung zu erleichtern. Außerdem können Sie jeweils angeben, welches Level Ihr Unternehmen anstrebt. Der Unterschied zwischen dem Ist-Zustand und dem angestrebten Niveau macht deutlich, welchen Weg Ihr Unternehmen zurücklegen muss.

    Durch das Ausfüllen des Fragebogens erhalten Sie einen Überblick über die derzeitigen menschenrechtlichen Kompetenzen und Ziele Ihres Unternehmens, den Sie für die weitere Strategieentwicklung und Bewusstseinsbildung nutzen können. Obwohl im HRCD eine kontinuierliche Verbesserung von „Inaktiv“ zu „Führungsrolle einnehmen“ angelegt ist, bedeutet dies keinesfalls, dass jedes Unternehmen die höheren Stufen erreichen muss. Wie ein Unternehmen seine Verantwortung zur Achtung der Menschenrechte umsetzt, hängt von den operativen Rahmenbedingungen, der Größe, der Branchenzugehörigkeit sowie dem jeweiligen menschenrechtlichen Risikoprofil ab. Das HRCD kann Ihnen helfen zu entscheiden, welche Zielsetzung unter Berücksichtigung Ihres Unternehmensprofils angemessen ist.
    Die jeweiligen Beschreibungen der HRCD-Stufen entsprechen natürlich nicht genau der individuellen Situation Ihres Unternehmens. Klicken Sie bei der Beantwortung der Fragen die Stufe an, die Ihrem Eindruck nach am besten beschreibt, wo Ihr Unternehmen derzeit steht. In der Regel umfassen die Anforderungen einer höheren Stufe die wesentlichen Merkmale der niedrigeren Stufen und führen zusätzliche Aspekte ein, die einen fortgeschrittenen Ansatz menschenrechtlicher Sorgfalt kennzeichnen. Allerdings verläuft der Entwicklungsfortschritt zwischen den Stufen nicht linear.

    Nach Beantwortung der Fragen erhalten Sie eine kurze Auswertung, die auf Ihren jeweiligen Umsetzungsstand zugeschnitten ist und Ihnen einen Überblick gibt zu:

    • derzeitiger und angestrebter Stufe pro Frage,
    • Verbesserungsvorschlägen zur Stärkung Ihres Ansatzes je nach identifiziertem Verbesserungsbedarf,
    • Informationen über relevante Ressourcen, die Sie für Ihre nächsten Schritte nutzen können.

    Erklärungen und weiterführende Informationen über Wirtschaft und Menschenrechte, menschenrechtliche Sorgfalt und gute Praktiken finden Sie mit einem Klick auf die entsprechend markierten Begriffe.

    Im Abschnitt FAQ erfahren Sie mehr zur Nutzung und Entstehungsgeschichte des HRCD.

    Nutzungsbedingungen


    Das HRCD ist ein kostenloses Instrument zur Selbsteinschätzung. Bitte lesen Sie sich die folgenden Nutzungsbedingungen aufmerksam durch. Durch das Starten der HRCD stimmen Sie den Nutzungsbedingungen zu.

    • Ihre Antworten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.
    • twentyfifty ltd. und das Deutsche Global Compact Netzwerk sind berechtigt, Antworten von allen Nutzern in aggregierter Form für Benchmark-Analysen zu nutzen, wobei die Vertraulichkeit der individuellen und organisationsbezogenen Daten stets gewährleistet ist (siehe beispielsweise die Analyse der Nutzerdaten des früheren OCAI-Tools, 2012-2014).
    • E-Mail-Adressen werden ausschließlich für Zwecke verwendet, die mit der Nutzung des HRCD durch Ihre Organisation zusammenhängen.
    • Das HRCD darf ohne schriftliche Einwilligung von twentyfifty ltd. und des Deutschen Global Compact Netzwerks nicht verändert, angepasst oder unabhängig von diesem Web-Tool verwaltet werden.